Hessen aktiv: CO2-neutrale Landesverwaltung

CO2-Fußabdruck der Landesverwaltung in zwei Jahren um fast 40 % verkleinert

Hr. Hoffmann (links) und Hr. Kielhorn von der TÜV NORD CERT GmbH übergeben Projektleiter Hrn. Damm (Mitte) die TÜV-Zertifikate für die Jahre 2009 und 2010
Hr. Hoffmann (links) und Hr. Kielhorn von der TÜV NORD CERT GmbH übergeben Projektleiter Hrn. Damm (Mitte) die TÜV-Zertifikate für die Jahre 2009 und 2010

Auf Grundlage der für 2008 ermittelten Daten wurde die Entwicklung der CO2-Emissionen der hessischen Landesverwaltung für zwei weitere Jahre erfasst. Unterstützt wurde die Erstellung vom Landesbetrieb Hessisches Baumanagement.

Die CO2-Bilanz für 2009 schließt mit 384.078 Tonnen CO2-Äquivalent ab. Die Gesamtemissionen für 2010 betragen 294.180 Tonnen CO2-Äquivalent. Wie in der Eröffnungsbilanz 2008 ist jeweils ein Zuschlag von fünf Prozent enthalten, der mögliche Unsicherheiten in der Datenerhebung berücksichtigt. Die TÜV Nord CERT GmbH zertifizierte die CO2-Bilanz auch für diese beiden Jahre und bestätigt damit, dass die Daten vollständig und richtig erhoben wurden und die Bewertung der Norm ISO 14064-3 Umweltmanagement – Messung, Berichterstattung und Verifizierung von Treibhausgasemissionen entspricht.

Im Vergleich zur Eröffnungsbilanz des Jahres 2008, bei der insgesamt 476.223 Tonnen CO2-Äquivalent berechnet wurden, sind die Emissionen bis zum Jahr 2010 um 38,2 Prozent verringert worden.

Erste CO2-Bilanz der Hessischen Landesverwaltung

Zur Ermittlung der Startlinie für den anspruchsvollen Weg bis hin zu einer klimaneutral arbeitenden Landesverwaltung hat die Hessische Landesregierung eine CO2-Eröffnungsbilanz erstellt. Sie dokumentiert die Menge und die Quellen der CO2-Emissionen der Hessischen Landesverwaltung für das Jahr 2008. Die CO2-Eröffnungsbilanz des Landes Hessen schließt mit 476.223 Tonnen CO2-Äquivalent. Darin ist ein Zuschlag von fünf Prozent enthalten, der mögliche Unsicherheiten in der Datenerhebung berücksichtigt.

von links: Hr. Kielhorn und Hr. Hoffmann von der TÜV NORD CERT GmbH übergeben Hr. Finanzminister Dr. Schäfer und Projektleiter Hr. Damm das TÜV-Zertifikat. [Foto: T. Martha, TÜV NORD GmbH]
von links: Hr. Kielhorn und Hr. Hoffmann von der TÜV NORD CERT GmbH übergeben Hr. Finanzminister Dr. Schäfer und Projektleiter Hr. Damm das TÜV-Zertifikat. [Foto: T. Martha, TÜV NORD GmbH]

Unterstützt wurde die Erstellung von der Firma FutureCamp Climate GmbH. Die TÜV Nord CERT GmbH zertifizierte die CO2-Bilanz anschließend und bestätigte damit, dass die Daten vollständig und richtig erhoben wurden und die Bewertung der Norm ISO 14064-3 Umweltmanagement – Messung, Berichterstattung und Verifizierung von Treibhausgasemissionen, entspricht.

In der CO2-Bilanz wurden alle CO2-Emissionen, die innerhalb der hessischen Landesverwaltung als Dienstleister für die hessischen Bürger entstehen, erfasst und dokumentiert („Werkstorprinzip“). Die wesentlichen CO2-Emissionsquellen im Dienstleistungssektor sind:

1. der Energieverbrauch für den Betrieb der Gebäude und EDV-Anlagen
2. der Kraftstoffverbrauch der Fahrzeugflotte (Polizeifahrzeuge und andere Dienstwagen) sowie
3. Dienstreisen mit anderen Beförderungsmitteln (Flugzeug, Bahn).

Die Festlegung dieser Systemgrenze diente dazu, für die Eröffnungsbilanz eine Struktur zu finden, innerhalb deren sich die Daten über Emissionen erfassen und zukünftig auch beeinflussen lassen. Das bedeutet, dass CO2-Emissionen, die außerhalb des Werkstores entstehen - dazu zählen insbesondere Emissionen bei der Herstellung und der Lieferung von Produkten sowie der Arbeitsweg der Beschäftigten - nicht in der Bilanz berücksichtigt wurden. 

Die CO2-Bilanz soll zukünftig jährlich aufgestellt werden. In den Folgebilanzen werden die Auswirkungen der emissionsmindernden Maßnahmen in Erscheinung treten.