Anprechpartner
Das Projektbüro beim Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
ist Ihr Ansprechpartner für Fragen und Angebote zur Beteiligung am Projekt.
Am Donnerstag, den 8. Juli 2010 haben die Stadtwerke Gießen AG (SWG) im Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine „Charta für den Klimaschutz“ unterzeichnet. Der Unterzeichnung ging die Aufstellung eines Aktionsplans für mehr Klimaschutz voraus, für den die Nachhaltigkeitsstrategie Hessen mit der Initiative „100 Unternehmen für den Klimaschutz“ den Ausschlag gegeben hatte. In dem Aktionsplan verpflichtet sich das Unternehmen die Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung in Gießen bis 2015 auf 40% der in Gießen benötigten Strommenge zu steigern. Dazu soll auch eine innovative Brennstoffzelle beitragen. 15% der Fernwärme soll künftig aus erneuerbaren Energieträgern bereitgestellt werden.
Mit einer intensiven Einsparberatung, die durch Contracting-Angebote ergänzt wird, haben sich die SWG das Ziel gesetzt, bis 2015 den Heizenergiebedarf der Stadt um 20% gegenüber 2005 zu senken. Die Stadtwerke Gießen AG wollen unter dem Motto, “global denken, lokal handeln“, die CO 2 Bilanz der Stadt Gießen bis 2015 um 40 % gegenüber 1990 verbessern. Dazu tragen neben einer umfassenden Energieberatung im SWG eigenen Kundenzentrum auch Erdgasfahrzeuge bei, für deren Förderung das Unternehmen ein Programm aufgelegt hat.
Die hessische Energieministerin Silke Lautenschläger hat den Einsatz der Einzelhandelskette tegut für den Klimaschutz gewürdigt. Als erstes hessisches Unternehmen unterzeichnete tegut am Montag in Lorsch (Kreis Bergstraße) die Charta „100 Unternehmen für den Klimaschutz“. tegut verpflichtet sich damit, energieeinsparende und klimaschützende Maßnahmen zu ergreifen.
„Die Hessische Landesregierung sucht im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie 100 Unternehmen, die Energie einsparen, Energie effizient nutzen und zum Klimaschutz beitragen. Durch seine Unterzeichnung wird die Firma tegut zum Vorbild für andere hessische Unternehmen“, betonte Lautenschläger.
Mit der Unterzeichnung der Charta bindet sich das Unternehmen mit Sitz in Fulda, einen Aktionsplan zu erstellen, über die Umsetzung der in diesem festgelegten Maßnahmen regelmäßig zu berichten und den Plan zu aktualisieren. Der Aktionsplan der Firma tegut beinhaltet zahlreiche Maßnahmen, unter anderem die Wärmerückgewinnung aus dem Betrieb von Kälteanlagen oder den vollständigen Verzicht von Kunststofftragetaschen. „Mit den Maßnahmen wird tegut schädliche Treibhausgase vermindern und zudem Energie einsparen“, lobte Lautenschläger.
Die Selbstverpflichtung der Unternehmen kann in den Bereichen „Einsatz und Beschaffung klimafreundlicher Rohstoffe und Vorprodukte“, „Einsatz klimafreundlicher Produktionsverfahren und -strukturen“, „Reduktion der CO2-Emissionen durch Erhöhung der Energieeffizienz“, „Reduktion der CO2-Emissionen durch Einsatz erneuerbarer Energieträger“ und „Förderung der Nutzung klimafreundlicher Verkehrsmittel im Verkehrsverbund“ erfolgen.
„Ziel der Hessischen Landesregierung ist es, Potentiale zur Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerbarer Energien weiter auszuschöpfen und voranzubringen. Dieses Ziel können wir nur erreichen, wenn auch die hessischen Bürger und Unternehmen ihren Beitrag leisten“, betonte Lautenschläger und rief die hessischen Unternehmen auf, dem Beispiel der Firma tegut zu folgen und auch ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. „Hessische Unternehmen haben die Chance durch Erhöhung der Ressourceneffizienz die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und damit ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern. Das zeigt einmal mehr, dass Ökonomie und Ökologie kein Widerspruch sind“, unterstrich Lautenschläger. Die Ministerin hob hervor, dass das Land die Erfahrungen und das Expertenwissen aus hessischen Unternehmen zusammenführen wolle. Unternehmen, die in der Vergangenheit bereits erfolgreich Maßnahmen zur CO2-Einsparung und Energieeffizienz umgesetzt haben, seien in dem Klimaschutz-Projekt herzlich willkommen.
Die Initiative „100 Unternehmen für den Klimaschutz“ ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen. Die Umsetzung der Initiative wurde im Juni 2009 von der Nachhaltigkeitskonferenz beschlossen. Die Nachhaltigkeitskonferenz unter Vorsitz des Ministerpräsidenten ist das oberste Entscheidungsgremium der Nachhaltigkeitsstrategie. Die Nachhaltigkeitsstrategie Hessen nimmt Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen in die Verantwortung, um das Leben in Hessen heute und in Zukunft ökologisch verträglich, sozial gerecht und wirtschaftlich leistungsfähig zu gestalten.
Mehr Informationen gibt es unter www.hessen-nachhaltig.de.
100 Unternehmen sollen mobilisiert werden, eine Charta für den Klimaschutz zu unterzeichnen. Darin verpflichten sie sich zur Aufstellung eines Aktionsplans für mehr Klimaschutz – mit Maßnahmen zur Energieeinsparung, zur Effizienzsteigerung, zum Einsatz erneuerbarer Energien oder zur Nutzung klimafreundlicher Verkehrsmittel.
Auch Unternehmen, die bereits erfolgreich Maßnahmen zur CO2 –Einsparung und zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt haben, sind im Projekt willkommen. Sie können ihre Erfahrungen in der Sammlung der Best-Practice-Beispiele weitergeben.